Aus der Sulzberger Geschichte
   
 
 

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Die Ortschaft See verdankt ihren Namen dem Sulzberger See. Schon im Jahre 1388 wird ein Hof zum See, bzw. beim Sulzberger See genannt. Im Jahre 1525 kaufte das Stift Kempten Burg und Dorf Sulzberg samt ÔÇ×├ľschleseeÔÇť von Friedrich von Freiberg, der ein Jahr zuvor den ganzen Besitz von den restlos verschuldeten Herren von Schellenberg angekauft hatte. Bei der S├Ąkularisation des Klosters Kempten im Jahre 1803 wurde auch der Sulzberger See versteigert und  zwar f├╝r die Summe von Nur 52 Gulden. Der Sulzberger See, der heute als Badesee sich so gro├čer Beliebtheit erfreut, umschlie├čt eine Fl├Ąche von 33 ha, 5 a und 6 qm.

 

Die Sage berichtet von einer versunkenen Stadt (siehe Pfarrbote 1974/35: An Stelle des Sulzberger Sees stand vor vielen Jahrhunderten eine bedeutende Stadt. Die Bewohner derselben waren b├Âse; sie raubten, pl├╝nderten und mordeten in der Gegend auf grausame Weise. Zur gerechten Strafe f├╝r die Untaten lie├č Gott die s├╝ndhafte Stadt mit Mann und Maus versinken.)

 

 

Die Kapelle in See wurde erbaut unter Pfarrer Anton Dorn im Jahre 1798. Das Kirchlein ist 6 m lang und 4,60 m breit. Am Altar sehen wir Christus am Kreuz, St. Johannes, Maria und Magdalena; 2 Pyramiden enthalten je 5 Figuren aus Wachs. Zwei alte Glasgem├Ąlde zeigen den Gekreuzigten und die Schmerzensmutter.

 

In der Westwand im Innenraum ist eine Kanonenkugel aus dem Schwedenkrieg, zur H├Ąlfte in die Mauer versenkt, angebracht. Konrad F├╝rst berichtet in seiner Chronik 1887: ÔÇ×Als die Schweden im Jahr 1632 in Kempten und der Umgebung waren, griffen auf Befehl des F├╝rstabtes Willibald Schenk von Kastell die stiftischen Untertanen zu den Waffen, was sie aber schwer zu b├╝├čen hatten. Die Schweden machten viel Landvolk nieder, pl├╝nderten und verbrannten mehrere Ortschaften und Schl├Âsser des Stiftes und erschlugen den Pfarrer zur Reicholzried. Den kath. Geistlichen legten sie Stricke um den Hals, banden sie den Pferden an den Schweif und schleppten sie solange durch die D├Ârfer, bis die Pfarrkinder sie mit schweren Summen befreiten. Als die erste Schwedenkugel in die Filiale See fiel, gelobten die Einwohner in dieser schrecklichen Not, dorthin, wo die Kugel lag, ein Kirchlein zu bauen, wenn sie von dem Feinde verschont bleiben. Dies geschah; das Kirchlein entstand und die Kanonenkugel wurde in die Westwand mit eingearbeitet.